Dienstag, 9. November 2010

Was willst du mit dem iPad, sprich! – Meine Antwort als Nutzer

“Noch wissen weder Verleger noch Leser genau, wie sie Apples magisches Gerät nutzen sollen. Es wäre die Chance für eine Renaissance des Blattmachens.” So lautete es heute bei FAZ.net

Schon lange verwende ich das Internet nur noch zum Lesen (also weder spielen, noch chatten oder sozial networken… brr, was für Wörter)aP6261385

So lese ich z.B. Nachrichten und frage dabei mal unter Wikipedia oder Google Maps ergänzendes Wissen ab. Bücher lese ich entweder in gebundener Form oder als eBook auf dem Sony-Reader. Journale, wie Spiegel, GEO oder National Geographic habe ich bisher in Heftform genossen. Eines meiner Lieblingsjournale “Das Magazin”, mit vielen interessanten Essays und damit so ungefähr das Beste, das die Schweiz im Journalismus zu bieten hat, wurde vor kurzem von der Online-Version auf eine reine iPad-Version umgestellt. Da ich schon seit langem mit dem iPad-Tablet geliebäugelt habe, war die rotzfreche Umstellung des Magazins leider ein wichtiger Kaufaspekt. Ich bedaure aber nichts!

Wie verwandle ich also meinen iPad in den Alleskönner, mit dem ich mittlerweile mehr Freizeit verbringe, als mit meinem Lieblingshund (s. oben)?

Wie schneidet der iPad im Vergleich zum Sony eReader ab? Darüber werde ich in einem der folgenden Posts berichten.

Was kann der iPad und was kann er nicht? Hierzu habe ich folgende Tabelle mit der app “Notify” erstellt:

Ideen

Unten habe ich einen Screenshot (durch gleichzeitiges Drücken des Ein/Aus-Knopfes und der Home-Taste) meiner iPad-Startseite gemacht. Die Skype Funktion wird erst mit dem iOS 4.2 interessant. CalenGoo greift auf den Google Kalender zurück und erlaubt mir farblich unterschiedliche Kalender anzulegen (z.B. Projekt 1, 2, 3 und Privat). Toodledo sortiert meine Aufgaben automatisch nach Wichtigkeit. Mit MomoNote führe ich für alle wichtigen Gesprächsergebnisse, Entscheidungen, Vereinbarungen etc. Tagebuch (das ersetzt das gute Gedächtnis meiner Frau, die sonst genau weiss, wann ich was gesagt habe). Mit Evernote synchronisiere ich jede Art von Schnipsel (Notizen, Bilder, Links) zwischen Zuhause und Firma. Danach folgen die Lese-Sektionen: Neue Züricher Zeitung (keine Share Funktion! Kostenpflichtiges Abo!), Das Magazin, National Geographic und das GEO Magazin. Im Flipboard überfliege ich schnell alle Nachrichten (Spiegel, Tagesschau, Stern, FAZ, NZZ, die Lieblingsblogs, Facebook und Twitter… hört sich viel an ist aber nur eine Sache von weniger als 5 Minuten) und wähle die interessantesten zum späteren Lesen unter Instapaper aus. Artikel, die mir Kollegen bei der Arbeit empfohlen haben kann ich per ReadItLater lesen. PDF’s (eBooks, Comics, Web-Dokumente) lese ich mit dem GoodReader, der mir auch eine Dokumentenbearbeitung (Markieren, Notizen erstellen) erlaubt. Mit dem FlickrStackr kann ich in den neuesten Bildern meiner Kontakte stöbern. Textunes bietet viele deutschsprachige eBooks an, darunter auch multimediale Bücher (z.B. Albert Einstein). Im Stanza lese ich eBooks im epub-Format, die ich mir teils mit Calibre vorher konvertieren musste.

In der Schnellstartleiste habe ich meine Last.fm (iScrobble) Anwendung, die auch erst mit dem iOS-update seine wirkliche Funktionalität erhält. UYH Gold ist ein Notizprogramm für kleine handgeschriebene Memos (leider nicht synchronisierbar). Das WritePad ist eine Texterkennungsanwendung für längere Texte (z.B. E-Mails). Notify ist eine Notizbuchanwendung, in der ich z.B. Bilderkollektionen anlege, kommentiere und als PDF anderen zur Verfügung stellen kann. Der m48-Taschenrechner entspricht dem hp 48G Modell in voller Funktionalität.

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NZZ app                                 Flipboard: tagesschau und Blog       

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The World HD, die beste Atlas Anwendung und die einzige, die eine vernünftige Auflösung hat.

… und wenn ich euch jetzt noch erzähle, dass das Lesen und Arbeiten mit dem iPad wirklich Spass bringt, wollt ihr so ein Teil bestimmt auch sofort haben ;-)

Nun aber noch ein paar Nachteile:

  • Wenn ich längere Zeit auf den iPad-Bildschirm geschaut habe, bekomme ich Probleme in die Ferne zu fokussieren. Der Bildschirm strengt die Augen sehr an. Ein eBook Reader (z.B. Sony) mit e-Ink hat dieses Problem noch nicht bei mir verursacht. Vermutlich wird’s gegen Apple in den Staaten bald ‘ne Sammelklage geben. Spätestens, wenn der erste Nutzer einen Verkehrsunfall baut, weil ihm der Fokus fehlte.
  • Logischerweise muss man den Bildschirm hin und wieder putzen, da man ja pausenlos mit dem Finger drauf rumschmiert. Eine Nano-Beschichtung wäre hier sinnvoll, oder?
  • Mit jedem Journal kann man mehrfach Fliegen totschlagen. Mit dem iPad wenigstens einmal.
  • Die Tastatur ist etwas gewöhnungsbedürftig. Umlaute bremsen den Schreibfluss.
  • Leider hat der iPad keine Kamera. Die wäre zum Scannen von Dokumenten und für Videotelefonie interessant. Nunja, man kann nicht alles haben und Apple will ja zukünftig auch noch mit ein paar weiteren Modellen Geld verdienen.

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